Es kommt Tempo in die Verbesserung der Anschlussstelle Dachau – Fürstenfeldbruck von der A 8 zur B 471. Durch eine Alternativprüfung konnten die Beeinträchtigungen durch den Bau einer Direktrampe für den angrenzenden Auwald verringert werden. Eine positive Stellungnahme der EU-Kommission, die sonst erforderlich gewesen wäre und sich seit Jahren hinzieht, ist damit nicht mehr erforderlich. Das Bundesverkehrsministerium hat nun grünes Licht für den entsprechenden Bericht der Autobahn GmbH des Bundes gegeben, der die Nichterheblichkeit erklärt. Die Zustimmung des SPD-geführten Bundesumweltministeriums steht noch aus.

Die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler (CSU), die sich in mehreren Gesprächen und Schreiben persönlich bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für den Bau der Direktrampe eingesetzt hat, freut sich über die neue Entwicklung: „Der Bau der Direktrampe ist seit Jahren überfällig. Leider hat sich aufgrund des äußerst aufwendigen Genehmigungsverfahrens lange nichts bewegt. Es ist zu begrüßen, dass eine Zustimmung durch die EU-Kommission nun nicht mehr notwendig ist. Jetzt ist aber wichtig, dass sich in dieser Sache schnell etwas bewegt, damit die erforderlichen Änderungen der Planfeststellungsunterlangen noch in diesem Jahr vorgenommen werden können! Das Bundesverkehrsministerium hat geliefert, jetzt liegt der Ball im Feld des SPD-geführten Bundesumweltministeriums. Es wäre im Interesse der vielen Pendler bei uns in Dachau und Fürstenfeldbruck, wenn das Umweltministerium den Bericht der Autobahn GmbH schnell prüft! Eine entsprechende Nachfrage über den aktuellen Stand liegt dem Ministerium von mir vor.“

Von der Autobahn GmbH des Bundes wurde ein ausführlicher Bericht zu möglichen Beeinträchtigungen für den Lebensraum Auwald vorgelegt. Hier wird erklärt, dass das Projekt durch zusätzliche Schutzvorkehrungen und Sonderbauweisen den Lebensraum nicht erheblich beeinträchtigt. Dieser Bericht muss sowohl vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) als auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geprüft werden, bevor er an die EU-Kommission weitergeleitet werden kann. Erst wenn die Zustimmung zur Nichterheblichkeit vorliegt, kann die Autobahn GmbH des Bundes noch in diesem Jahr mit den erforderlichen Änderungen der Planfeststellungsunterlagen beginnen.

Die Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck zur A 8 ist als Verkehrsknotenpunkt insbesondere in den Morgen- und Abendspitzen enorm belastet. Insbesondere auf der B 471 führt dies teils zu langen Staus an der Ampel, die derzeit das Linksabbiegen von der Autobahnausfahrt Richtung Dachau ermöglicht. Mit der Direktrampe wäre diese Ampel entbehrlich.

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