Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die Zweite Änderungsbekanntmachung für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verabschiedet. Damit können nun auch mehr Auszubildende und Unternehmen aus der Region auf die Unterstützung zurückgreifen.

 

Die Corona-Pandemie hinterlässt auch Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) plant ein Zehntel der ausbildungsberechtigten Betriebe in Deutschland, ihr Angebot an Lehrstellen im kommenden Ausbildungsjahr einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. In den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck hat sich trotz der Corona-Krise der Ausbildungsmarkt bisher als stabil erwiesen und viele Betriebe setzen nach wie vor auf die duale Ausbildung.

 

Für die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler (CSU) ist das ein gutes Zeichen für die Region. Gleichzeitig dürfe man aber nicht außer Acht lassen, dass die Pandemie mit Blick auf das kommende Ausbildungsjahr die Probleme am Ausbildungsmarkt weiter verschärfen und dies auch Auswirkungen auf die Region haben könne. „Wir müssen deshalb jetzt handeln und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen, um unsere Ausbildungsbetriebe noch stärker als bisher zu unterstützen! Junge Erwachsene brauchen gerade in Krisenzeiten eine Zukunftsperspektive. Die CDU/CSU hat sich deshalb in den letzten Wochen massiv dafür eingesetzt, dass mehr Ausbildungsbetriebe passgenau unterstützt werden. Damit werden auch mehr Auszubildende und Unternehmen aus Dachau und Fürstenfeldbruck profitieren“, erklärt Staffler, die auch Obfrau der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ ist.

 

„Es geht aber nicht nur um die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe. Wir brauchen auch motivierte junge Erwachsene, die sich für eine berufliche Bildung entscheiden. Nur so können wir den dringend benötigten Fachkräftebedarf in unserer Region zukünftig decken!“, erklärt die Bundestagsabgeordnete. Viele Betriebe aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck sehen vor allem die aktuell nicht durchführbaren Berufsorientierungsmaßnahmen als Herausforderung. „Hierfür brauchen wir schnelle und digitale Lösungen“, fordert Staffler und führt weiter aus: „Wir als CDU/CSU wollen deshalb eine Medienkampagne für die duale Berufsbildung starten. Gleichzeitig soll es eine digitale Berufsorientierungsplattform als zentrale Anlaufstelle für die Online-Berufsorientierung geben.“

 

Gerne hilft die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler unter

katrin.staffler@bundestag.de bei offenen Fragen rund um das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ weiter.

 

 

Zur Änderung des Programms „Ausbildungsplätze sichern“:

Im Rahmen einer Anpassung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“, das seit Sommer 2020 läuft, wird die Prämie für Betriebe, die trotz ihrer Einbußen in der Pandemie die Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2021/2022 nicht abbauen, von 2000 auf 4000 Euro verdoppelt. Unternehmen, die ihre Ausbildungskapazitäten ausbauen, erhalten für Ausbildungsverhältnisse ab Juni 2021 einen Zuschuss von 6000 Euro. Zudem können jetzt auch Zuschüsse zur Ausbildervergütung beantragt werden. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitern.

 

Zu den Berufsorientierungsmaßnahmen:

Auf der von der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag geforderten Berufsorientierungsplattform sollen die verfügbaren Angebote zur virtuellen Betriebs- und Berufserkundung, wie sie beispielsweise auch von Seiten der Kammern und Unternehmen angeboten werden, systematisch vernetzt werden. Auch Angebote zur Selbsterkundung und Potentialanalyse sollen wertvolle Hinweise zur ersten Orientierung in der Berufswahlphase liefern.

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